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Wohnkontrast

Kurze Anmerkung: die Anordnung der Fotos sieht in der Vorschau komplett anders aus, als nun auf der Seite...außerdem ist das Erscheinungsbild im Mozilla Firefox auch komplett anders als im Internet Explorer! Da gibt man sich so viel Mühe mit dem Layout und nachher siehts aus wie Sau

Ich weiß, ich bin nun schon 2 Wochen wieder in Allemagne und habe diese Seite hier etwas vernachlässigt. An meinem letzten Tag in Frankreich habe ich aber noch die angekündigten Bilder vom Nachbarwohnheim zu Vergleichszwecken gemacht. Ich glaube das Bedarf nicht vieler Worte.

Der direkte Vergleich: links, in Grüntönen, Gebäude A, u.a. Matyldas, Alfonsos und meine Residenz; rechts, in abgewracktem beige-ocker, Gebäude B, Obdach von u.a. Martina und Noemi.

Ein Zimmer (Deko nicht beachten, Martina hats sich so schön wie möglich gemacht, das Zimmer sah anfangs ganz schlimm aus). Die Möbel sind uralt und fallen auseinander. Fenster: Ein-Scheiben-Verglasung, es zieht durch die Zwischenräume der Schiebe-Elemente. Die Matratze ist auch etwa 10 Jahre alt. Über deren Erscheinungsbild möchte ich nicht ins Detail gehen. Ich sage nur: meine Matrtze war brandneu und in einen Plastiküberzug gehüllt, den ich Martina sehr gerne überließ.

Flur + Eingangshalle. Ich hoffe, auch auf dem kleinen Foto kann man erkennen, wie undicht die Türen sind. Im Winter wars dort immer etwas frisch...

Die (ja, ich nenne das jetzt wirklich mal so) KÜCHE. Man beachte neben dem offensichtlichen "Top"-Zustand: kein Backofen, keine Tische, keine Stühle. 8 mietbare Kühlfächer. Es wird allerdings davon abgeraten, dafür Geld auszugeben, die Fächer werden nämlich desöfteren aufgebrochen.

Die gemeinschaftlichen sanitären Anlagen. Das was da in der Dusche so schön gelb, grün und schwarz ist, ist Schimmel. Schön.

14.4.09 14:31


meine kleine orange wohnbox :)

damit ihr euch mal ein bild davon machen könnt, wie man in frankreich als student wohnt, habe ich ein paar bilder gemacht

dazu zu sagen ist: ich hatte großes glück, denn mein zimmer ist nagelneu renoviert, hat ein eigenes bad und einen kühlschrank! außerdem wurde auch die gemeinschaftsküche neu renoviert. somit ist das die luxusversion verglichen mit anderen zimmern auf dem campus. zum vergleich werde ich mich demnächst mal ins nebengebäude begeben und die zustände dort fotografisch festhalten.

_______________________________________________________________

der flur. jede etage sieht genau gleich aus. also: obacht und immer auf die zimmernummer gucken!!! rechts die offene tür ist der eingang zu meinem reich...

 

et voilà! und einmal rumdrehen...

das bad. sehr geräumig - die größe entspricht ca. 1,5 dixi-klos. und: alles ist aus plastik! auch das waschbecken! außer...

...die toilette! die is nämlich von...

hehe

und hier mein schatz: der kleine kühlschrank und darauf meine kaffee/tee/suppen-bar. der student braucht schließlich seine heißgetränke.

mein ausblick ist auch nicht zu verachten

gegenüber von mir wohnen übrigens matylda (links, gelb) und alfonso (rechts, rot).

fast jeden abend kochen wir zusammen in unserer küche. am we wird dort auch schon mal vorgeglüht - aber nur bis 23uhr, dann kommt der (leider unbestechliche) herr von der security und schmeißt alle raus.


22.2.09 22:25


die interessantesten ereignisse der letzten woche in stichworten

- der horror-workshop war freitag abend, 21uhr, nach einem 12stündigen präsentationsmarathon endlich zu ende. wichtigster neu erlernter begriff: "nuit blanche" - durchgemachte nacht

- noemi hat versehentlich meine und ihre wäsche bei 90° gewaschen. opfer: 2 t-shirts und eine bluse, deren größe nun wohl einer xxs entsprechen. jeans und socken haben glücklicherweise unbeschadet überlebt.

 - erkenntnis: weder über das internet in der uni, noch in der bibliothek, noch im nebengelegenen wohnheimsgebäude ist es möglich ein kleines video hochzuladen! ich bin entsetzt und enttäuscht. also keine videos für euch.

- gilmore girls auf französisch ist unmöglich zu verstehen.

- der kaffeeautomat in der schule verarscht mich: auch wenn ich die zuckerpunkte auf null drücke ist der kaffee gezuckert! und das nicht zu knapp! (ok, die erkenntnis habe ich bereits in der 1. woche an der uni gemacht, aber während des workshops, an dem wir fast non-stop in der schule waren und die caféteria natürlich ab einer gewissen uhrezeit immer zu hatte, hat es mich besonders gestört! wenn nicht sogar zum rumbrüllen gebracht!!!!)

- seit ein paar tagen gibt es einen aushang in unserem wohnheimsgebäude, dass wir am 12.2., also diesen donnertag, ans intrnet angeschlossen werden. keiner der von mir befragten personen (mich eingeschlossen, ja, ich führe auch manchmal selbstgespräche) glaubt daran.

- freitag flieg ich übrigens heim. karneval steht ja vor der tür außerdem der geburtstag meiner mama, die aber an selbigem abwesend ist. rückflug nach marseille ist dann der 26.2. dann werde ich noch bis mitte/ende märz in dieser schönne stadt verweilen, bis die vorlesungen in wiesbaden wieder anfangen.

- gerade wurde ich "freundlich" darauf hingewiesen, dass die bibliothek in 10 min schließt und sich hier bitte alle verpissen sollen. toll.

also: einige werd ich ja nä woche sehen, also bis dann!

 

9.2.09 17:35


workshop

kurzes update:

finde mich seit montag letzter woche im absoluten megastress wieder. name:workshop. dauer: 14tage. aufgabe: eine gruppe von ca. 10 leuten muss in dieser zeit einen wettbewerbsreifen entwurf anfertigen. thema: ein neues hafengebäude im "vieux port" von marseille. in der aufgabe inbegriffen ist die umstrukturierung des umliegenden verkehrs sowie der promenade rund um den hafen. ziel dabei: mehr fläche für fußgänger.

die arbeit wird ausschließlich im team an der uni angefertigt. das bedeutet: die 10 gruppen mit jeweils ca. 10 mitgliedern "wohnen" praktisch in der uni. so also auch ich. riesig. einziger vorteil: wenn ich kurz nichts zu tun hab und das internet tatsächlich mal funktioniert kann ich so nützliche sachen machen wie jetzt gerade

hier ein paar bilder unseres ateliers:

 


 

2.2.09 11:31


airport HORROR story

Mittlerweile ist meine Rückreise schon über eine Woche her. Seit dem habe ich es aber nicht geschafft meinen angefangenen Bericht über den Verlauf dieser Odyssee zu beenden. Grund: STRESS, STRESS, STRESS. Projektabgaben, Klausurvorbereitungen etc… Habe meinen Tagesablauf in der letzten Woche diesen Umständen entsprechend angepasst, indem ich im Rhythmus 4 Std. arbeiten, 2 Std. schlafen, 4 Std. arbeiten, 2 Std. schlafen… gelebt habe. Ich sag mal so: das macht einen bescheuert!

Nun gut. Die wichtigste Präsentation war am Freitag. Morgen kommt Französisch Klausur + Abgabe eines Beleuchtungsprojektes. Mit dem bin ich glücklicherweise fast fertig, aber die franz. Grammatik müsste ich mir nochmal anschauen.

Der Grund dafür, dass ich gerade endlich etwas Zeit zum schreiben habe ist übrigens, dass ich gerade den unnötigsten Kurs des Semesters habe, bei dem wir mal wieder darauf warten, dass die Professorin unsere Kartenanalysen korrigiert, damit wir irgendwie weiter arbeiten können. Das kann aber dauern.

Deswegen hier mal meine Story. Wie man sieht begann ich sie vor 10 Tagen in Worte zu fassen.

 

Es ist Freitag, 9. Januar 2009. Ich befinde mich an Gate 24 des Flughafens von Lyon. Geplant war das anders. Eigentlich sollte ich gleich zur Uni in Marseille. Eigentlich sollte ich schon Mittwoch dort sein. Denn EIGENTLICH braucht man vom Flughafen Frankfurt bis zum Flughafen Marseille 1 Stunde und 35 Minuten. Mittlerweile beträgt meine Reisezeit von dort aus schon über 38 Stunden. 38 Stunden, in denen ich insgesamt 7 Flugtickets erhalten habe. Wertlose Flugtickets. Der Reihe nach:

Mittwoch Nachmittag: Froh, dass die DB pünktlich von Koblenz nach Frankfurt losfahren konnte, saß im Zug. Auf der Höhe von Boppard (für alle Nicht-Ortskenntlichen: 10min Fahrt von Koblenz) erhielt ich dann eine SMS von meiner Mutter: „Hallo Süße, der Flughafen Marseille ist geschlossen.hdl“. Großartig. Kurz übers Aussteigen in Boppard nachgedacht. Ergebnis: geht nicht, brauchst ja ein neues Ticket. Und wo kriegste das? Flughafen. Also weiter.

Am Flughafen angekommen, das erwartete Bild: Flug annuliert. Am Ticketschalter traf ich natürlich mehrere Leidensgenossen. Unter anderem auch Valeria und Ilias, Studenten aus Frankfurt, die auch ein Auslandssemester in Marseille machen. Nach kurzer Diskussion über einen Alternativflug nach Nizza mit dem Lufthansa Angestellen am Schalter (Verlauf etwa so: „Ich könnte Sie auf einen Flug nach Nizza in 2 Stunden buchen.“ „Was soll ich in Nizza?“ „Von da aus können Sie ja mit dem Zug nach Marseille!“ „Ist denn der Bahnhof in Marseille offen? Und zahlen Sie mir das Ticket?“ „Weiß ich nicht. Und nein, das müssen Sie selbst organisieren.“ böser, ungläubiger Blick von mir „Ok, da gibt’s noch einen Flug morgen früh von hier aus nach Marseille, auf den kann ich Sie auch umbuchen.“. Im Folgenden bekam ich auch noch ein (wirklich nettes) Hotelzimmer für die Nacht zugewiesen. Wenigstens etwas.

Mittwoch Abend: Bis dahin also alles noch einigermaßen im Lot. Abends saß ich dann mit einer sehr lieben Anfang 40jährigen afro-US-amerikanischen Krankenschwester namens Margaret, die ich zuvor im Busshuttle getroffen hatte ca. 2 Std. lang beim Buffet (grandioses Essen!). – ja, so viele Informationen kann man in einen Satz packen Nachdem ich ihr später noch zeigte, wie man den Fernseher bedient und uns beiden an der Rezeption jeweils eine Tube Zahnpasta besorgte, war sie total happy  und ich war das „Sweetheart“. Hab jetzt auch jederzeit eine Bleibe in Dallas, Texas

 

Donnerstag Morgen: 4:30 aufstehen. Super. Noch schnell nen Kaffee im Hotel getrunken und ab zum Flughafen. Noch halb schlafend machte ich erst einmal den Fehler mir eine 1l Flasche feinstes Volvic Wasser zu kaufen. Doof, dass man die ja gar nicht mit ans Gate nehmen darf. Ich den Inhalt der Flasche also in einer Rekordzeit von 15min geleert. Am Gate traf ich dann auch Valeria und Ilias wieder. gemeinsam warteten wir dann am gefühlten 10km entfernten Gate 28 auf unseren Abflug. 5min vor Boarding dann die Durchsage: Flug annuliert. Am Schalter begann dann das richtige Drama. Der nächste Direktflug nach Marseille am Nachmittag war bereits komplett ausgebucht (kein Wunder, bis zu dem Zeitpunkt waren ja bereits 3 Flüge ausgefallen). Alternative: ein Flug um 12:55 nach Lyon, von dort aus um 15:50 weiter nach Marseille, dessen Flughafen um 12:00 wieder geöffnet sein sollte. Damit wäre ich um 16:50 in Marseille. Annehmbare Zeit. Vorausgesetzt, der Flug findet statt. Das sagte ich auch der Dame am Schalter, mit dem Zusatz, dass ich AUF KEINEN FALL in Lyon feststecken will. Wir verblieben dann so, dass ich erstmal auf den Flug Frankfurt-Lyon-Marseille gebucht wurde, und falls der Flughafen um 12:00 noch geschlossen sein sollte, ich einen Flug am nächsten Tag bekommen könnte.

Ok. Mittlerweile war es fast 8Uhr. Also noch gute 4Std. Wartezeit. Diese vertrieb ich mir dann mit dem Einlösen des erhaltenen Frühstücksgutscheins und mit etwas Arbeiten am Laptop am Gate. Diesmal Gate 22, direkt am Umbuchungsschalter der Lufthansa, wo ich später den Stand der Dinge erfragen sollte. Sehr praktisch. Zwischenzeitlich ereignete sich noch folgendes: eine Familie mit 3 kleinen Kindern wartete am selben Gate. Sie wurden wohl auf einen Flug nach München mit mir unbekanntem Weiterflug umgebucht. Die Eltern sichtlich verwirrt und gestresst. Kurz nach dem sie zu ihrem zugewiesenen Gate gegangen waren, bemerkte ich eine Laptoptasche, die unter meinem Nachbartisch stand. Inklusive Laptop, zum Laden an die daneben befindliche Steckdose angeschlossen. Die Leute hatten ihren Laptop vergessen. Für mich eine furchtbare Vorstellung, fast gleichzusetzen mit dem Ende der Welt. Ich also zum Schalter, zu meiner netten Lufthansa-Katastrophen-Ticket-Sachbearbeiterin und erstattete Bericht. Diese war sichtlich gerührt, dass jemand eine solche Gegebenheit meldete und nahm die Tasche in ihre Obhut. Ca. 30min später kam dann auch der gestresste Familienvater angerannt.

Als dann die Boarding-Zeit näher rückte, begab ich mich wie ausgemacht zu der Lufthansamitarbeiterin meines Vertrauens um den Stand der Dinge in Marseille zu erfahren. Diese hatte leider noch keine offiziellen Neuigkeiten erhalten, wart mir aber aufgrund der laptoptaschen-Geschichte so wohlgesonnen, dass sie persönlich einen Flughafenmitarbeiter in Marseille anrief. Ergebnis des Gespräches, welches ich sogar mithören konnte: „Wir öffnen den Flughafen in 30 Minuten wieder!“. Alles klar. Ich mich bedankt und ab nach Lyon.

 

Wie der aufmerksame Leser vermuten mag, erwartete mich in fu…ing Lyon nichts Gutes. Ja, mein Anschlussflug wurde annuliert. Ich saß in Lyon. Groß. Die der deutschen Sprache leider NICHT mächtigen Lufthansa Mitarbeiterinnen in Lyon buchten mich dann auf den Abendflug um 20:00 nach Marseille, nicht aber ohne zu erwähnen, dass ich mir ja auch ein Zugticket kaufen könnte! Kaufen!? 60€? Ich glaub’s hackt! Das wäre mehr als ich für mein Ticket bezahlt habe! Also harrte ich aus. Weitere 4 Std. warten am ganz tollen Lyoner Flughafen. Abermals bekam ich einen Essensgutschein, den ich später nach einer langen Diskussion zwischen dem Backwarenfachverkäufer und der Lufthansamitarbeiterin auch endlich einlösen konnte. Großartig organisiert sind die dort. An dieser Stelle soll noch erwähnt werden, dass die vorhin erwähnten, nicht deutschsprachigen Lufthansamitarbeiter alle ihre Formulare in deutscher Sprache ausfüllen! Einer Sprache die sie nicht beherrschen!! Die machen einfach immer an der selben Stelle ihre Kreuzchen!!! Unfassbar.

Nun gut. Um fortzufahren: um 17:30 erfuhr ich, dass Marseille an diesem Tag keine Flieger mehr landen lässt. Und nun begann der Kampf. Ich wollte natürlich nicht am Flughafen schlafen und mir auch kein Zugticket kaufen. Also was tun? Diskutieren und ein bisschen schreien. Ja, ich war schon seit 4:30 auf den Beinen um auf nicht stattfindende Flüge zu warten. Ich war müde und wütend darüber, wie man immer noch so ein Problem mit ein bisschen Schnee haben kann, der am morgen des Vortages gefallen war! Nachdem äußerst nachdrücklich und laut darauf hingewiesen hatte, dass man mir in Frankfurt im Falle der Annulierung des Weiterfluges ein Hotelzimmer versprochen hatte und ich energisch forderte, doch jemanden dort zu kontaktieren, schickte man tatsächlich eine eilige E-Mail Richtung Deutschland, die kurze Zeit anscheinend mit einem „Gebt ihr ein Zimmer!“ beantwortet wurde, denn auf einmal  hielt ich meinen Hotelgutschein in der Hand. Bitte. Geht doch.

 

Eine halbe Std. später war dann auch der Shuttle Bus da, der mich zu meinem Nachtlager brachte. Der Fahrer jenes Vehikels stellte sich als sehr freundlich heraus und gab auch stolz seine Deutschkenntnisse zum Besten: „Guten Tag. Auf Wiedersehen. Danke. Weihnachtsbier.(???)“ Aha. Vor der Ankunft musste ich ihm noch versprechen, meinen Essensgutschein im Hotel einzulösen, da das Essen von ihm in den höchsten Tönen gelobt wurde. Blöd natürlich, dass ich von dem vorher schwer erdiskutierten Flughafenessen noch pappsatt war. Nach erwähnter Diskussion zwischen Nahrungsmittelverkäufer und Fluggesellschaftangestellter bekam ich nämlich: einen großen Salat, ein belegtes Baguette, Kuchen und eine Flasche Limo. Aber was soll ich sagen…versprochen ist versprochen und so aß ich im Restaurant einen wirklich super leckeren Fisch, Obstsalat und bekam Rotwein dazu. Alles im Hotelgutschein inbegriffen versteht sich.

 

Nach der Nacht im Hotel ist der Schluss schnell erzählt. Der Flug am nächsten morgen (siehe Textanfang) fand tatsächlich statt! Ein kurzes Video von Gate 24 des Lyoner Flughafens existiert auch und wird von mir baldmöglichst auf diese Platform gestellt. Sprich, sobald ich rausgefunden habe wie das geht. Es war ein wenig einsam dort. War halt auch schon fast 2 Std. vor Abflug dort. Man will ja den Flug nicht verpassen, wenn er denn schon stattfindet.

Nach ziemlich genau 48 Stunden Reisezeit und 8 zum größten Teil nutzlosen Flugtickets (siehe Foto) befand ich mich dann endlich in meinem Zimmer und konnte auch meine Kommilitonen wieder in die Arme schließen.

 

++Erklärung++

links: eigentliches Ticket

rechts: Ersatztickets. Nach einer Weile bekam ich nur noch Papierausdrucke, mit dem Kommentar "Falls der Flug stattfindet bekommen Sie damit ihr eigentliches Ticket." Da hat man sich gefreut...

Zu späterem Zeitpunkt erfuhr ich dann, dass es anderen noch um einiges schlechter erging als mir. Nachdem einige der Spanier bereits 2 Tage in Madrid auf die Öffnung des Marseiller Flughafens gewartet hatten, fing es in Madrid an zu schneien, woraufhin der Flughafen dort nochmal für 3 Tage geschlossen wurde! Und eine richtig arschige spanische Fluggesellschaft ließ sogar ein Mädel 3 Nächte lang am Flughafen übernachten, anstatt ihr ein Zimmer zu besorgen! Am 4. Tag konnte sie bei einer Bekannten in Madrid unterkommen. Unglaublich.

 

Ich hoffe, euch hat meine kleine Geschichte gefallen. Mittlerweile kann ich auch darüber lachen, zwischenzeitlich hatte ich allerdings das starke Bedürfnis alles zusammenzuschreien und jemanden zu verprügeln. Und das alles wegen Schnee…

19.1.09 17:20


airport story

So, nachdem ich gerade für den Schnäppchenpreis von 8,50€ mein Abendessen zu mir genommen habe (belegtes Baguette + Cola), warte ich auf den Flieger. Übrigens gibt’s in diesem Flughafen kein WLAN – außer man zahlt dafür, aber auch dann nur am anderen Ende des Gebäudes! Was ist denn das in diesem Land? Kein Internet im Studentenwohnheim, kein Internet am Flughafen... meiner Meinung nach sind das Orte mit absoluter Internet-Verfügbarkeits-Pflicht!!! Maaaannn… In jedem sch… McDonalds gibt’s gratis WLAN.

Na gut, in ner Stunde und 15min flieg ich ja erstmal gen Heimat. Dieser Text wird dann heut abend online gestellt, falls ich heil ankomme. Wer es nicht weiß: ich hab bisschen Angst vorm Fliegen. Shit, shit, shit. Kompensiere das normalerweise mit Reden, aber hier ist ja niemand und ins ICQ kann ich auch nicht!!

 

Also dann erzähl ich mal von den letzten beiden Tagen. So langsam hat sich jeder verabschiedet und ist in sein jeweiliges Heimatland aufgebrochen. Die beste Geschichte dabei: mein spanischer Wohnheimsnachbar Alfonso wollte Mittwoch nach Hause fliegen. Standard-Flug Ryanair. Vor ein paar Wochen gebucht. Sollte Mittwochmittag los gehen. Nachmittags klopft es plötzlich an meiner Tür. Wer steht da? Alfonso mit ner Kaffeetasse in der Hand und fragt grinsend ob ich was Milch hab… Wer jetzt denkt: Flug verpasst – nein, falsch. Er hat den Flug in die FALSCHE Richtung gebucht! Madrid-Marseille anstatt Marseille-Madrid! Weiß nicht wann ich das letzte Mal so gelacht habe. Zum Glück hat er’s gemerkt bevor er zum Flughafen ist und konnte auch nen noch recht günstigen Flug für den nächsten Tag buchen. Aber Riesengeschichte.

 

Donnerstag Abend war ich dann mit Matylda, einigen Spaniern und befreundeten Menschen anderer Nationalitäten auf der Weihnachtsparty der Sportfakultät. Preise günstig wie immer: 10€ Eintritt, Bier oder „Punsch“ (*würg*) im kleinen Plastikbecher 3€. Schnäppchen. Aber wir hatten uns vorher schon alle in ner Küche getroffen und schön vorgetrunken. Dann: zu der Party fahren Shuttle-Busse. Wir wollten den letzten nehmen. 23:30. Dummerweise hatten recht viele Leute diese Idee und der Busfahrer ließ nur so viele Leute hinein, wie auch Sitzplätze vorhanden waren. Ich war die letzte die noch in den Bus durfte. Problem: Matylda war noch draußen. Ich also auf Busfahrer und Security-Typ eingeredet. Zunächst ohne Erfolg. Als mich der Security-Mensch dann auch noch anpfiff, ich dürfe meinen Becher mit Wein nicht mit in den Bus nehmen, hab ich den Wein dann einfach geext und den Becher aus der Tür gepfeffert. Der halbe Bus klatschte Beifall Security-Mensch und Busfahrer lachten sich kaputt und ich bekam die Antwort die ich wollte „D’accord, Choisi une!“ („Okay, such dir eine aus!" ) Ich zeigte also auf Matylda und so waren alle happy. Auch der Kerl, mit dem wir beide uns dann nen 2er Sitz teilen mussten, da echt kein Platz mehr im Bus war. Der hatte noch ein recht leckeres Litschi-Wodka-Orangen Mixgetränk dabei, welches wir fröhlich während der Fahrt aus weiteren von mir mitgebrachten Plastikbechern tranken. Ha!

Die Rückfahrt nach der Party, über die es ehrlich gesagt nichts Besonderes zu berichten gibt, verlief ählich. Nur, dass ICH diesmal fast nicht rein kam, das Gefühl hatte, mein Arm würde jede Sekunde im Gedränge brechen und ich mir diesmal nur mit freundlich Reden einen Platz im Bus verschaffen konnte. Alles in Allem ein gelungener Abend. Gut, außer den ca. 15 neuen blauen Flecken, die ich am nächsten Tag an Armen, Beinen und sonstigen Körperteilen entdecken konnte.

So, mache mich jetzt mal auf zum Gate. Boarding ist in 20min.

 

Am Gate angekommen. 10min bis Boarding. Hasse fliegen. Shit.

Gestern hab ich dann schön Projekt sausen lassen, um endlich Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Hab sogar einiges gefunden und war sehr Stolz auf mich. Oh, da fällt mir grad ein, dass ich noch ne Flasche Pastits kaufen muss. Ups. Also Computer aus und ab zum Duty Free Shop!

Kein Pastis gekauft! 16,80€! Bin ja nicht bescheuert! Das Zeug schmeckt auch eigentlich wie Gift.

Bin mittlerweile über den Wolken. Lufthansa is aich keine schlechte Fluggesellschaft muss ich sagen. Bis jetzt gabs gratis belegte Brötchen und ein gratis Getränk. Dabei habe ich mich für ein Bierchen entschieden. Weltklasse. Fliegen is trotzdem doof.

 

Gestern abend habe ich mich zu später Stunde noch breit schlagen lassen in die Stadt zu fahren. eigentlich hatte ich null, null, null null Lust, da in die Stadt fahren immer heißt, bis um 5uhr ausharren – bis zum 1.Bus eben. Aber nachdem mich mein Lieblingstunesier Fares etwa 20 mal angerufen hatte, konnte ich nicht nein sagen. Er und der Belgier Quentin waren schon früh in der Stadt bei einer Veranstaltung, zu der ich eigentlich auch gehen wollte: Preisverleihung für die „Trophee de lumière“, das Projekt was wir in Scénographie gemacht hatten, Beleuchtung einer Fassade. Fares hat aus den 4 ausgewählten Projekten eines gemacht und somit den Endpreis entgegennehmen dürfen. Gab wohl auch ne Menge Champagner und großes Lob vom Bürgermeister. Wäre auch hingegangen, allerdings lag ich aufgrund des Vorabends bis zum späten Mittag im Bett und so verzögerte sich mein Zeitplan etwas – sprich, ich war zur Zeit der Preisverleihung noch auf Geschenkejagd in der Marseiller Innenstadt. Gut, also wie gesagt noch breit schlagen lassen mit Noemi zu den beiden schon sehr sehr angetrunkenen Jungs in die Stadt zu fahren.  Naja, bin dann auch in unserer Stammdisko mehrmals eingeschlafen. Aber alle anderen auch. 1. Bus heim genommen. Die Jungs haben ihn verpasst. Hoffe die sind irgendwie Heim gekommen. Hatte heut mal bei Fares geklopft, der im selben Gebäude wie ich wohnt, aber entweder er war nicht da oder noch im Koma.

Ich hoffe wir kommen bald an. Fühle mich hier bisschen eingeengt und warm is es auch. Aber da sollte ich mich mal nicht beschweren. Ich denke, ich krieg nachher in Frankfurt nen Kälteschock. Eben in Marseille warns nämlich noch 15° und Sonnenschein…bin jetzt nicht sooo auf dem Laufenden, aber ich vermute, in Deutschland ist es einen Tick kälter. Mist.

Das wars dann auch, mehr weiß ich nicht zu schreiben. man sieht sich ja auch (hoffentlich) bald!

 

21.12.08 00:06


kleiner Nachtrag:

bin vor 2 oder 3 wochen facebook.com beigetreten. böse. neben studivz und wkw nun schon die 3. seite dieser art. aber was will man machen, hier sind wirklich alle dort. und verdammt viele fotos von hier. also wer ebenfalls dieser gemeinschaft angehört, kann mich ja mal suchen.

15.12.08 15:16


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